Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Willkommen auf de.validom.net

Diesen Planeten als: RSS-1 / RSS-2 / Atom / OPML / foafroll

Dies ist der Planet von ValiDOM. Ein Planet sammelt Blog-Eintraege von unterschiedlichen Quellen. Die jeweiligen Autoren sind selbst fuer Ihre Inhalte verantwortlich. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an ValiDOM.

September 06, 2010

FeFe

Die Amis werden Umfragen zufolge Republikaner wählen. ...

Die Amis werden Umfragen zufolge Republikaner wählen. Der spannende Aspekt daran ist, dass die Democrats in Umfragen von 33% positiv bewertetet werden, die Republikaner nur von 24%. Und trotzdem sagen die Leute, sie werden Republikaner wählen. Um den Democrats mal zu zeigen, dass sie unzufrieden sind.

September 06, 2010 05:05 PM

Netzpolitik

#a2n: Weiss vs. Lobo: Filesharer.

Begonnen hatte alles ganz harmlos mit Sascha Lobos Artikel über flattr, in dem er illegales Filesharing als Diebstahl bezeichnete. Widersprochen wurde ihm (unter anderem) von Marcel Weiss, woraufhin Lobo sich korrigierte, Filesharer seien egoistisch (und 90% der Musikindustrie bescheuert und grauenhaft).

Unter dem Titel “Filesharer - Schmierige Egoisten oder Wegbereiter der Musikbranche?” diskutierten die beiden heute auf der all 2gether now (#a2n) - wie erwartet ergebnislos.

Lobo konzentrierte sich auf den ‘moralischen’ Aspekt. Das handeln von Filesharern sei egoistisch und unanständig, und keiner habe etwas davon; weder Industrie, noch Künstler. Auf seine immer wieder (erst beiläufig, später provokativ, manisch wiederholend) gestellte Frage “Findest du Filesharing gegen den erklärten Willen des Anbieters okay oder nicht? Ja oder nein!” ließ er Weiss’ Argument, dass es sich nicht um eine moralische, sondern eine ökonomische Frage, nämlich um einen sich im Umbruch befindenden Markt handele, nicht gelten. Lobo forderte, ein moralisches Bewusstsein für die Entlohnung von Musik müsse erhalten bleiben. Dass es möglich sei, vom Kulturschaffen leben zu können, sei eine der großen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts und ein hohes Gut.

Weiss wollte auf alternative Geschäftsmodelle für Musiker hinaus, darunter Einnahmen durch crowdsourcing-Modelle, Merchandise und Konzerte. Die Grenzkosten beim Vertrieb von Musik seien nun einmal bei nahezu Null, und dies sei eine ökonomische Gegebenheit, der sich der Markt nicht verwehren könne. Von der Idee, mit dem Verkauf von Dateien seinen Lebensunterhalt zu verdienen, müsse man sich verabschieden. Für jemanden, der Geld verdienen will, sei nicht relevant, welche Geldquellen als gut oder böse gölten, sondern welche ergiebig seien. Natürlich gebe es einen egoistischen Aspekt beim illegalen Download, aber viele der Anbieter agierten nicht aus egoistischen Motiven, sondern betrieben großen, unentgeltlichen Aufwand. Die moralische Forderung Lobos diene nur der Stabilisierung eines anachronistischen Modells und habe keine realistische Basis.

Lobo betonte, Filesharer lieferten der Musikindustrie Argumente für Deep Packet Inspection und alle möglichen Einschnitte in “das Internet”, deshalb müsse ein moralischer Konsens in der Gesellschaft entstehen, eine Art freiwilliger Ehrenkodex. Filesharing dürfe als ökonomisch zu verschmerzendes Nischenphänomen und Kavaliersdelikt für 17-Jährige weiterbestehen, aber dann müsse Schluss sein.

Richtung Ende wurde die Diskussion hitzig und noch inhaltsleerer, was auch am Einbeziehen des Publikums gelegen haben mag. Lobo verweigerte jede weitere Auseinandersetzung, so lange die moralische Frage nicht geklärt war. Doch den beiden Antwortmöglichkeiten, die er Weiss bot (a. Ja Sascha, du hast Recht, Filesharing ist schlecht. oder b. Ich bin ein Arsch, du hast Recht.) mangelte es an den notwendigen Impulsen für eine fruchtbare weitere Auseinandersetzung. Dafür war man ja aber auch nicht gekommen.

by Linus Neumann at September 06, 2010 04:53 PM

ACTA-Leak aus der Verhandlungsrunde in Washington

Die Organisation Knowledge Economy International (KEI) hat die neueste konsolidierte Fassung (PDF) des Dokuments über das Anti Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) veröffentlicht (Wiki-Version) – trotz intensiver amerikanischer Bemühungen, den Text geheim zu halten. Er beinhaltet nun alle Änderungen, die während der Verhandlungsrunde in Washington DC beschlossen wurden. Von einer Three-Strikes-Regelung ist aber immer noch die Rede (In Section 4, Art. 2.18.4):

Each Party may provide, in accordance with its laws and regulations, that its competent authorities have the authority to order an online service provider to disclose expeditiously the information of the relevant subscriber to the right holders, who have given legally sufficient claim with valid reasons to be infringing their {US: copyright or related rights}{J/EU: intellectual property rights}.

Der Sprecher der Quadrature du Net hält diesen Artikel im Hinblick auf Privatsphäre und Datenschutz für sehr bedenklich:

JZTweet

Insgesamt kann festgestellt werden, dass einige Passagen nun eher vage gehalten sind:

Each Party’s enforcement procedures shall provide the means to address the infringement of {US: copyright or related rights}{ EU/J: intellectual property rights in the digital environment, including infringement that occurs via technologies [US: or services] that can be used to facilitate widespread infringement.29 These procedures shall be implemented in a manner that avoids the creation of barriers to legitimate activity, including electronic commerce, and, consistent with each Party’s law, preserves principles relating to freedom of expression, fair process, and privacy [EU: , among other [US: fundamental] principles]. (Section 4, Art. 2.18.2.)

Michael Geist hat folgende Schlüsselelemente aus dem letzten Internetkapitel-Leak gebloggt:

1. There is still disagreement on scope – the EU wants it to apply to all intellectual property, while the U.S. would limit to copyright and trademark. This disagreement occurs throughout the ACTA text.

2. Each party is now required to provide the means to address infringement in the digital environment, including unlawful file sharing and streaming. There are no specific requirements and the provision notes that these procedures must preserve principles related to freedom of expression, fair process, and privacy.

3. The secondary liability provisions that focused on ISP liability have been dropped entirely. Instead, the chapter requires countries to promote cooperative efforts with the business community to address infringement and says that countries may provide that authorities have the power to order ISPs to disclose subscriber information. Note that the disclosure power is not a requirement but rather something a country “may” do.

4. The anti-circumvention provisions remain somewhat in play. There is general agreement on a broad provision that largely mirrors the WIPO Internet treaties in calling for “adequate legal protection and effective legal remedies against the circumvention of effective technological measures.” If the obligation were to end there, the provision would simply ensure that all ACTA countries establish anti-circumvention rules, with all the flexibility that WIPO allows.

Über ACTA wird an diesem Mittwoch im Europäischen Parlament diskutiert. Bis zum 09. September 2010 liegt noch die schriftliche Erklärung 12/2010 “zu dem intransparenten Prozess und dem möglicherweise zu beanstandenden Inhalt des Abkommens zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie (ACTA)” zur Unterzeichnung aus. Bei der Quadrature du Net findet sich außerdem die aktuelle Liste der Mitzeichner (bisher insg. 355).

(Crossposting von vasistas?)

by Kirsten at September 06, 2010 04:03 PM

FeFe

Können wir bitte mal endlich diesen Ziercke entlassen? ...

Können wir bitte mal endlich diesen Ziercke entlassen? Schaut mal, was der jetzt schon wieder sagt:

In bis zu 85 Prozent der Fälle könne seitdem der Computer, der für eine Straftat benutzt werde, keinem bestimmten Nutzer mehr zugeordnet werden, sagte Ziercke. Bei mehr als zwei Drittel der unbeantworteten Anfragen gehe es um Kinderpornografie.
Er sagt also, mit anderen Worten, dass das BKA zu inkompetent ist, rechtzeitig nachzufragen, und deshalb bleiben die Fälle alle liegen. Und um tatsächliche Straftaten, bei denen jemand zu Schaden kommt (was ja beim Angucken von jahrzehntealten Kinderpornofotos nicht der Fall ist), kümmern sie sich offensichtlich auch nur am Rande, wenn überhaupt. Den Steuermilliarden, die wir in diese Behörde pumpen, versickern also völlig nutzlos im Sande. Aus meiner Sicht steht einer Schließung des BKA daher nichts mehr im Wege. Ziercke sagt ja selber, dass sie keine meßbare Leistung erbringen.

September 06, 2010 03:06 PM

Surveillance Studies

Kunst zu/mit Videoüberwachung

Die künstlerische Auseinandersetzung mit Videoüberwachung ist vielfältig – hier jetzt ein Projekt aus den Niederlanden. Viel Spaß!

panoptICONS Utrecht 2010

by Nils Zurawski at September 06, 2010 02:22 PM

Der große Bruder und das digitale Utopia

Das e-Journal Digital Icons hat seine 3. Ausgabe dem Thema Überwachung gewidmet und kann online hier gelesen werden:

Between Big Brother and the Digital Utopia: e-Governance in Post-Totalitarian Space

Aus dem Editorial:

The third issue of Digital Icons explores the practice of e-participation and e-governance in post-Soviet, post-communist countries, focusing on three main geographical areas, Central Europe (Slovakia), Russia, and Central Asia. e-Governance is understood in broad terms as a multi-faceted phenomenon that encompasses (un-)regulated socio-political and cultural practices that foster public debate, facilitate community building and ensure transparency and accountability of official and alternative actors of power.

by Nils Zurawski at September 06, 2010 01:55 PM

indymedia-Netactivism

Umfrage: Wer soll getötet werden?

welcher menschentyp soll heute in berlin sterben?

September 06, 2010 01:06 PM

Beck Blog

Webdesign und (Selbst-)Datenschutz: "Bunt macht redselig"

Je seriöser die Gestaltung der Website und je umfassender die Datenschutz-Policy, desto mehr Informationen geben die Nutzer von sich preis, da sie dem Anbieter ja Vertrauen schenken dürfen ...

Irrtum!

Wie Technology Review zu einer aktuellen Studie berichtet, ist es genau umgekehrt. Nutzer vertrauen weniger professionellen Seiten mehr Informationen an als professionell und seriös gestalteten Plattformen.

Bei der Studie wurden den Testnutzern drei Testseiten präsentiert. Die erste war mit einem offiziell wirkenden Logo, sachlichen Schrifttypen und beruhigenden Farben gestaltet. Die zweite Seite war neutral gehalten, während die dritte Seite grelle Farben verspielte Schriftarten und ein Comic-haftes Teufelslogo aufwies. Bei der „unseriös“ gestalteten dritten Seite zeigten die Probanden die größte Offenheit, gaben die meisten persönlichen Informationen von sich preis; ein Drittel gab sogar die E-Mail-Adresse ein und machte sich so persönlich identifizierbar.

Was steckt dahinter? Naivität, Gleichgültigkeit oder Abenteuerlust? Stimmen die Ergebnisse, so zeigt dies jedenfalls, dass in Punkto Selbstdatenschutz noch viel Arbeit zu leisten ist.

Voraussichtlich hat die Studie damit echten Mehrwert für Website-Designer, Marktforscher und Datenhändler. Beruhigend für Datenschützer ist allenfalls der letzte Absatz des Technology-Review-Artikels: 

„Der Cambridger Privacy-Forscher Soren Preibusch verweist allerdings darauf, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Nutzerdaten oft im eigenen Interesse von Unternehmen sei. Seine Untersuchungen zeigten, dass Nutzer in Online-Shops mehr Geld ausgäben, wenn sie der Datenschutz-Praxis des Anbieters trauten. Mehr noch: Die Verbraucher würden bei „Privacy-freundlichen“ Diensten Preisaufschläge von bis zu 80 Prozent akzeptieren.“

Trackback-URL: http://blog.beck.de/trackback/38421

by wtr.michael.karger at September 06, 2010 12:46 PM

Netzpolitik

NRW: Medienkompetenzland dank JMStV und Schwimmausweis

Am Mittwoch haben wir erfahren, warum die Grünen in NRW die umstrittene Novellierung des JMStV (PDF) mittragen müssen wollen. Interessant, angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Düsseldorfer Landtag aber eher ein Beitrag für die diplomatische Galerie. Persönlich deutlich spannender finde ich ja die Frage, wie die SPD ihre absehbare Zustimmung zum Staatsvertrag begründet. Genau das wollten auch die Düsseldorfer Piraten wissen und haben nachgehakt.

Die Antwort von Marc Jan Eumann [Vorsitzender der Medienkommission beim SPD-Parteivorstand, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen - und zusammen mit Martin Stadelmaier, einem der geistigen Väter des JMStV-E, Autor eines Buches zur Medienregulierung ...] kam am Freitag per Fax (PDF) und liegt uns vor.

Wie bereits vor 2 Wochen auf der Gamescon verweist Eumann auf die Stellungnahme des Hans-Bredow-Instituts*, bleibt klare Aussagen aber weitgehend schuldig:

(Fehler wie im Original, ausgenommen die der OCR. Links von mir):

Sehr geehrter Herr ****,

haben Sie freundlichen Dank für Ihre E-Mail. Am 10. Juni 2010 haben die Regierungschefs den 14. Staatsvertrag zur Änderung Rundfunkänderungsstaatsverträge, den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, unterzeichnet. Dieser Entwurf (PDF) hat aus meiner Sicht viele der bislang diskutierten Kritikpunkte aufgegriffen.

Dies ergibt sich auch aus der schriftlichen Stellungnahme des Hans-Bredow-Instituts vom 5. Mai 2010. Die dort formulierten Feststellungen halte ich im Wesentlichen für zutreffend und so komme auch ich zu dem Schluss, dass der im Entwurf formulierte Kompromiss ein gangbarer Weg ist. Er ist aus meiner Sicht besser als der zurzeit gültige Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.

Vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung haben die Länder vereinbart, dass die Bestimmungen dieses Staatsvertrages spatestens drei Jahre nach in Kraft treten evaluiert werden sollen. Ich meine, dass ist ein geeigneter Zeitrahmen, um die jetzt gefundenen Kompromisse zu überprüfen. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen wird diesen Zeitraum nutzen, um mit den Akteuren der Branche nach zeitgemäßen und praktikablen Lösungen zu suchen.

Den Weg der regulierten Selbstregulierung insgesamt halte ich für richtig. Dies gilt ebenso für die Möglichkeit, nutzerautonome Lösungen zu favorisieren. Eines aber gilt analog wie digital: Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sieht sich in der Verpflichtung, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsgefährdenden Inhalten zu schützen.

Auch aus diesem Grund haben wir uns vorgenommen, Nordrhein-Westfalen zum Medienkompetenzland fortzuentwickeln.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Marc Jan Eumann

Tja, wieder einer dieser Momente, wo ich das Gefühl habe, unter einem Haufen leerer Worthülsen begraben worden zu sein.  Möglichweise liegt es aber auch daran, dass ich mein Lexikon “Deutsch-Politik, Politik-Deutsch” verlegt habe. Und was macht man in einem solchen Fall? Genau, man fragt einen Experten.

Ich habe den Medienpädagogen Jürgen Ertelt gefragt, ob er ein wenig Licht ins Dunkel bringen kann. Einige werden Ertelt von der Aktion des AK Zensur kennen, in der aktuelle Webseiten gemäß JMStV bewertet werden konnten. Am 13. September wird Ertelt zudem in einer Anhörung vor dem sächsischen Landtag als Sachverständiger zum JMStV befragt. Ertelt schrieb mir:

Wenn Marc Jan Eumann vom Medienkompetenzland spricht, meint er die Einführung einer Lizenz zum Surfen: Weil medienpädagogische Projekte zeitlich und finanziell begrenzt sind, muss eine verbindliche Struktur in Form eines Medienkompetenzführerscheins her (statt erfolgreiche Projekte zu institutionalisieren), der ähnlich wie ein Schwimmpass (!) verschiedene Qualifikations-Stufen nachweist. Soweit die Umkehrung von Ursache und Wirkung in der  Eumannschen Wahrnehmung von Wasserstandsmeldungen.

Tatsächlich ist der Medienkompetenzführerschein nunmehr ein Bestandteil des rot-grünen Koalitionsvertrages in NRW (PDF). Eumann ist sicherlich schon stolzer Besitzer des „Netzpferdchen“ obwohl er sich gerade beim Jugendmedienschutz-Staatsvertrag als medienpolitischer Nichtschwimmer ausweist. Damit ist bereits die Effizienz eines Medienkompetenzführerscheins als Schwimm-Diplom nachgewiesen. Noch ohne „Frei und Fahrten“ bezeichnet Eumann den novellierten JMStV als richtigen, besseren Weg ohne die Verbesserungen zu benennen. Vielmehr sind Versäumnisse weiterhin zu beklagen:

Unbeantwortet bleibt u.a. wo -wie behauptet- der Nutzer autonom handeln kann. Nicht der in seiner Medienkompetenz gestärkte jugendliche Nutzer, sondern oft überforderte, selbstregulierende Anbieter und nicht vorbereitete Eltern an den Schalthebeln einer noch nicht ausgereiften Software müssen nach JMStV unfreiwillig „freiwillig“ agieren. Es bleibt weiterhin bei den Protagonisten des JMStV unverstanden, dass man autonomes Handeln nicht durch regelnde Automatismen erlangt. Hier sind Kompetenz stärkende Maßnahmen erforderlich, die weiterhin nicht im JMStV festgeschrieben sind. Es fehlen verbriefte Qualifizierungsmaßnahmen für Eltern, Lehrer, Jugendschützer, Politiker,Verwalter und Regulierer.

Auf der Strecke bleibt auch die notwendige ethisch – moralische Auseinandersetzung über den Grad des Schutzes in veränderten (Medien-)Realitäten.  Angeblich fanden die diskutierten Kritikpunkte (wer mit wem und welche?) Einzug in den JMStV, – die Kritik und Forderungen des AK-Zensur wurden allerdings nicht berücksichtigt und eine Diskussion im Sinne eines offenen und transparenten Dialogs fand und findet nicht statt.

Eumann setzt auf die erneute Evaluation des durch das Hans Bredow Institut evaluierten JMStV  in zeitgemäßen 3 Jahren wegen der rasanten Entwicklung, oder so. Es fehlt auch hier die Transparenz hinsichtlich der Begründung und Vergabe der wissenschaftlichen Begleitung.

Wir sollten nicht 3 Jahre warten müssen, um zu erfahren ob Marc Jan Eumann und die Netzpolitik der SPD das DLRG-Internet-Abzeichen erlangt hat oder beim Freischwimmer-Versuch bereits abgesoffen ist.
Eine Evaluation des JMStV findet schon heute in einer breiten Diskussion im Netz und in (medien)pädagogischen Netzwerken statt. Deshalb sollte die Novellierung ausgesetzt und der bereits gestartete engagierte Prozess für gesellschaftlich tragfähige Perspektiven genutzt werden.

*Die “wissenschaftlichen Evaluation des Jugendmedienschutzes” durch das Institut stand schon häufiger in der Kritik.

by Jörg-Olaf Schäfers at September 06, 2010 11:33 AM

FoeBud

Bus zur Demo "Freiheit statt Angst" aus Bielefeld fährt: Jetzt anmelden für Mitfahrt!

Der Bus von Bielefeld fährt.

by Marc at September 06, 2010 10:53 AM

FeFe

In der Schweiz machen sie jetzt auch automatisierten ...

In der Schweiz machen sie jetzt auch automatisierten Nummernschild-Datenbankabgleich — Am Straßenstrich.

Die Vermutung, die Stadtpolizei würde mit diesem Kasten auch Freier erfassen oder gar eine Freierkartei anfertigen, bezeichnet Cortesi als «Blödsinn». Sämtliche Nummern von nicht gesuchten Haltern würden sofort gelöscht.
Völlig abwegig, der Gedanke!1!!

Automatisierte Kompromatsammlung. Schon beeindruckend.

September 06, 2010 10:36 AM

Israel bombardiert den Gazastreifen.The Israeli army ...

Israel bombardiert den Gazastreifen.

The Israeli army said the raids were in retaliation for attacks against Israelis over the past week.

It comes days after the start of direct peace talks between Israeli and Palestinian leaders.

September 06, 2010 10:36 AM

Wo wir gerade im Irak waren: Die Aufständischen greifen ...

Wo wir gerade im Irak waren: Die Aufständischen greifen jetzt schon das Irakische Militärhauptquartier an, und die Iraker mußten die Amis um Hilfe bitten. Soviel zu der Theorie, die könnten da jetzt selber für Ordnung sorgen.

September 06, 2010 09:06 AM

Im Irak läuft eine Reality-TV-Show, bei der sie Fake-Bomben ...

Im Irak läuft eine Reality-TV-Show, bei der sie Fake-Bomben in den Autos von Promis verstecken. Die werden dann bei einem Checkpoint gefunden und die Promis glauben, sie würden jetzt in einen Folterknast verschleppt. Die Sendung heißt "Put Him in [Camp] Bucca". Whoa, also wenn das kein Sinn für Humor ist, dann weiß ich auch nicht!!1!

Nearly every Iraqi newspaper carried complaints about the idea of the show, with many well-known figures asking for it to be canceled. Some said it was simply too close to Iraq’s daily reality.

September 06, 2010 09:06 AM

In Weißrussland wurde mal wieder ein Oppositionsmitglied ...

In Weißrussland wurde mal wieder ein Oppositionsmitglied erselbstmordet. Man beachte auch das großartige Foto, das die BBC von dem Mann hat!

September 06, 2010 09:06 AM

FIfF

Telepolis: Libertärer Antimilitarismus tut Not

by sh at September 06, 2010 08:59 AM

Datenschutz.de

Offenes soziales Netzwerk Diaspora soll im Oktober in Testbetrieb gehen

06.09.2010 - Das offene soziale Netzwerk Diaspora soll im Herbst im Testbetrieb starten, wie ORF Futurezone berichtet. Am 15. September soll der [...]

September 06, 2010 08:05 AM

BayLfD: Google Analytics - Datenschutzverstoß durch zahlreiche bayer. Behörden

06.09.2010 - Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz, Dr. Thomas Petri, hat heute zahlreiche bayerische Behörden aufgefordert, auf den Einsatz von Google [...]

September 06, 2010 07:35 AM

Stadler: Verfallsdatum für Informationen in sozialen Netzwerken?

06.09.2010 - Justizstaatssekretär Max Stadler (FDP) hat ein Verfallsdatum für Daten in sozialen Netzwerken angeregt, wie heise online und ORF Futurezone berichten. Nach [...]

September 06, 2010 07:35 AM

Google vereinfacht Datenschutzbestimmungen

06.09.2010 - Google will seine Datenschutzerklärungen vereinfachen, wie heise online berichtet. Insgesamt sollen 12 Dienst-spezifische Datenschutzerklärungen gestrichen werden. Bisher sind die Datenschutzbestimmungen für [...]

September 06, 2010 07:35 AM

September 05, 2010

Annalist

Onlinedurchsuchung beim Bundeskriminalamt

In-te-res-san-te Idee. Dann schiebe i … Continue reading

September 05, 2010 10:05 PM

Telemedicus

Wochenrückblick: Verkehrs-Videobeweise, Malmström, Youtube

+++ BVerfG zu Videoaufnahmen bei Verkehrsverstößen

+++ LG Hamburg: Youtube muss einzelne Musikvideos sperren

+++ EU-Kommissarin lässt Vorratsdaten-Richtlinie überprüfen

+++ Verfassungsbeschwerde gegen § 5 BSIG

+++ Rheinland-Pfalz plant Online-Durchsuchung

+++ ACTA auf der Zielgeraden


"Wochenrückblick: Verkehrs-Videobeweise, Malmström, Youtube" vollständig lesen

by Simon Möller at September 05, 2010 09:20 PM

Datensicherheit

Tag der Familienforschung am 18. September 2010 in Neumarkt

Bürgerbuch mit Auflistung sämtliche Neubürger in den Jahren von 1659 bis 1742 im Fokus

Ein in Schweinsleder eingebundenen Dokument, dessen Vorderseite stark beschädigt und wurmstichig sei, werde am „Tag der Familienforschung“ am 18. September 2010 in Neumarkt im Fokus stehen, berichtete nordbayern.de am 03.09.2010:
In diesem Bürgerbuch seien sämtliche Neubürger der Jahre 1659 bis 1742 aufgelistet, ferner die damalige Bürgereidleistung sowie die immer wieder erneuerten Feuerlöschordnungen zwischen 1681 und 1737.
Die Eintragungen der damaligen Neubürger seien in „Bürgersöhne“ einerseits und „Frembde und Auslendische“ andererseits gegliedert - erstere seien die Söhne von Neumarktern gewesen, die bereits selbst das Bürgerrecht besessen hätten, letztere alle Zugezogenen. Dabei hätten Orte der Umgebung, wie etwa Holzheim quasi schon als „Ausland“ gegolten.

Quelle: nordbayern.de, 03.09.2010
Originalartikel unter: Als Holzheim noch im Ausland lag / Neumarkter Bürgerbuch: Neubürgerliste von 1659 bis 1742

 in Tag der Familienforschung am 18. September 2010 in Neumarkt

by cp at September 05, 2010 08:36 PM

Forst: Ein Drittel der Computertechnik an den dortigen Schulen schrottreif

Großteil der Ausrüstung 2004 über ein inzwischen ausgelaufenes Förderprogramm des Landes finanziert

Die Verfügbarkeit und Sicherheit von IT-Infrastruktur für Lehrzwecke ist heute mit ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Schulen. Die Stadt Forst werde nun wohl wieder erhebliche Investitionen tätigen müssen, denn ein Drittel der Computertechnik an den dortigen Schulen sei „schrottreif“, berichtete Jan Selmons für die Online-Ausgabe der LAUSITZER RUNDSCHAU am 03.09.2010:
Dies sei das Fazit einer Analyse der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl „Industrielle Informationstechnik“ der Brandenburgischen Technischen Universität. Zudem würden neun Prozent der Rechner bis 2014 veraltet sein. Neben deren Zustand sei auch die Peripherie, u.a. Mäuse, Drucker etc., auf Funktionstüchtigkeit untersucht worden. Auch habe die Analyse Vernetzungsprobleme, Sicherheitsmängel und unzureichende Möglichkeiten der Recherche aufgedeckt.
Ein Großteil dieser Ausrüstung sei 2004 über ein inzwischen ausgelaufenes Förderprogramm des Landes finanziert worden.

Quelle: LAUSITZER RUNDSCHAU, 03.09.2010
Originalartikel unter: Computer an Forster Schulen schrottreif

 in Forst: Ein Drittel der Computertechnik an den dortigen Schulen schrottreif

by dp at September 05, 2010 08:22 PM

FeFe

Markus Kompa hat mal für die Telepolis einen Haufen ...

Markus Kompa hat mal für die Telepolis einen Haufen bekannter Honigfallen-Fälle zusammengetragen. Mit Cameo von Tanja Nolte-Berndel!

September 05, 2010 06:06 PM

FoeBud

Spaß im Mauerpark

Demovorbereitungen können viel Spaß machen. Eine kleine Gruppe Berliner FoeBuDs luden am heuteigen Sonntag bei strahlendem Wetter zum Vorbereiten von Transparenten und Schildern für die Demo am komenden Samstag ein.

by padeluun at September 05, 2010 05:38 PM

Datensicherheit

Übermut wurde zum Verhängnis: Geldfälscher wollte Banknoten bei Kreissparkasse umtauschen

50-Euro-Scheine mit Farbkopierer vervielfältigt

Zu einer Bewährungsstrafe sei ein Geldfälscher aus Remagen verurteilt worden, berichtete Christoph Lüttgen für den Bonner General-Anzeiger online am 04.09.2010:
Im August 2009 habe ein von Krankengeld lebender Mann begonnen, seine Haushaltskasse durch fotokopierte 50-Euro-Scheine aufzubessern. Damit habe er in Bordellen und an einer Tankstelle bezahlt - und das Misstrauen mit der Begründung, die Scheine seien mitgewaschen worden, noch besänftigen können. Als er dann offenbar übermütig in einer Kreissparkasse gefälschte Scheine habe umtauschen wollen, sei er aufgeflogen.

Quelle: General-Anzeiger online, 04.09.2010
Originalartikel unter: Bewährungsstrafe für Geldfälscher aus Remagen

 in Übermut wurde zum Verhängnis: Geldfälscher wollte Banknoten bei Kreissparkasse umtauschen

by dp at September 05, 2010 04:51 PM

FoeBud

Buy IT Fair

Soziale Verantwortung in der Beschaffung von Computern

by Marc at September 05, 2010 04:33 PM

FeFe

Erinnert ihr euch an den Typen, der eine GPS-Wanze ...

Erinnert ihr euch an den Typen, der eine GPS-Wanze an seinem Auto gefunden hatte, für die sich keine Behörde zuständig erklären wollte? Der die Wanze dann versteigert hat und den sie dann wegen Hehlerei belangen wollten?

Nun, der Bundesgerichtshof hatte die Durchsuchung seiner Wohnung für illegal erklärt (Überraschung!). Klingt wie ein Sieg, ist es aber nicht, denn Entschädigung gibt es nur für legale Razzien. WTF! Meine Fantasie reicht regelmäßig nicht, um die neuen Absurditäten unseres Systems auch nur vorherzusagen. Das ist ja wohl eine Schweinerei sondergleichen.

September 05, 2010 12:06 PM

Piraten-DE

Face against ACTA - Wir zeigen unser Gesicht

Veröffentlicht am 05. September 2010

Ende September soll das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) abgeschlossen werden und der Vertrag noch in diesem Monat ratifiziert werden.[1]
Die Piratenpartei steht nach wie vor auf der Seite der ACTA Kritiker. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Seite "Faces against ACTA" produziert und ist jetzt online.

Auf der Seite heisst es: "Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement schwebt wie das Damoklesschwert über uns. Doch wir haben keine Angst. Wir zeigen Gesicht gegen dieses Abkommen. Zeige auch Du Gesicht gegen ACTA und reihe Dich ein. Wir geben dem Protest nicht nur ein Gesicht, sondern viele Gesichter. Eine Stimme kann überhört werden, ein paar wenigen muss man zuhören, viele kann man nicht überhören."

Mach mit, zeige Dein Gesicht gegen ACTA!

Quelle:
[1] http://www.michaelgeist.ca/content/view/5268/125/
Autor dieses Artikels: Stephan Urbach
Verantwortlich für den Inhalt dieses Artikels: Piratenpartei Deutschland

by Stephan Urbach at September 05, 2010 10:55 AM

NDS-VG

Versammlungsgesetz jetzt nebulös konkret

Am 1. September 2010 hat der Innenausschuss des niedersächsischen Landtags in nicht-öffentlicher Sitzung über den veränderten Gesetzentwurf zum Niedersächsischen Versammlungsgesetz beraten.

Wie dieser Entwurf im Detail aussieht, ist bis heute nicht veröffentlicht geworden.

Aber:

Das Gesetz soll im Oktober 2010 verabschiedet werden und im Januar 2011 in Kraft treten!

by micha at September 05, 2010 06:17 AM

September 04, 2010

FeFe

Autsch, Der Verband Biologie, Biowissenschaften und ...

Autsch, Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. äußert sich zu den Genetik-Thesen von Herrn Sarrazin. Und da ist ähnlich viel dran wie an seinen wirtschaftlichen Thesen. Money Quote:

Die genetischen Thesen von Herrn Sarrazin sind nicht mit den modernen Erkenntnissen zur Evolutionsbiologie des Menschen vereinbar.
Und am Ende setzen sie der vernichtenden Richtigstellung noch die Krone auf, indem sie diesen Literaturhinweis geben:
Literatur zum Thema:
Barbujani G, Colonna V (2010). Human genome diversity: frequently asked questions. Trends in Genetics 26: 285-295.
Da muss man ja fast Mitleid kriegen. Treffer, versenkt. (via)

September 04, 2010 11:36 PM

Wer dachte, dieser de Maiziere ist weniger übel als ...

Wer dachte, dieser de Maiziere ist weniger übel als sein Vorgänger, der sieht sich getäuscht. Auch de Maiziere hat Pläne für das Unterwandern des Trennungsgebot zwischen Polizei und Diensten:

Das Bundeskriminalamt und der Bundesverfassungsschutz sollen künftig enger zusammenarbeiten. Nach dem Willen von Innenminister de Maizière sollen zunächst Führungskräfte beider Behörden rotieren. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter reagiert "irritiert" auf die Pläne.
Personalrotation! Ist ja krass. Das mit den Führungskräften glaube ich denen nicht eine Sekunde lang, seit ich von einer Kriminaloberkommissarin als Zeuge vernommen wurde. Das klingt nach Führungskraft, oder nicht? Die hat da ganz normalen Zeugen-Vernehmen-Dienst an der Schreibmaschine gemacht.

September 04, 2010 09:36 PM

DBA-Online

Die Datenwoche (KW35 2010)

Sie können nicht alles lesen. Hier finden Sie einen subjektiv zusammengestellten Querschnitt zu Datenschutz-Themen dieser Woche (Robotik, Flugdaten, Technik und Recht, EU-Kommissionskalender, Patientendatenschutz, Whistleblower, Neuseeland, Steuerdaten).

Sonntag, 28. August 2010

Ars Electronica: Tanz mit dem Roboter. Was Robotik, Datenschutz, Gentechnik oder Biotechnologie betrifft, sei „noch lange nicht alles auf dem Tisch“ (…) „International werden massiv Technologien eingesetzt, die überhaupt nicht im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen sind und über deren Folgen aus diesem Grund auch zu wenig Diskussion stattfindet.“ Mehr…

***

Montag, 30. August 2010

Flugdaten: US-Heimatschutz, PASSENGER NAME RECORDS PNR

Alle bisher bekannt gewordenen Datensätze aus dem PNR-System zeigen, dass die US-Heimatschutzbehörden Zugang im Administratorrang zu den weltweiten Buchungssystemen haben, so der Flugdatenexperte Edward Hasbrouck im Gespräch mit ORF.at. Hasbrouck klagt seit 2006 nach US-Datenschutzrecht seine Regierung vergeblich auf Einsicht in sein Bewegungsprofil. Mehr…

***

Dienstag, 31. August 2010

Wir hecheln mit heraushängender Zunge immer hinterher. Zitat auf der Sommerakademie des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig-Holstein (ULD) 2010 zum Thema Internet und Datenschutz zum Wettrennen zwischen Technik und Recht, bei dem das Recht nicht mithalten kann. Mehr…

***

OT. Goodie. Link zum EU-Kommissionskalender.

Auf http://europa.eu/rapid/ einfach „Calendar“ anklicken und dann suchen ohne weitere Suchwörter.

Beispiel: Der aktuelle Kalender  auf http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=CLDR/10/26&format=HTML&aged=0&language=FR&guiLanguage=nl

Wird wöchentlich aktualisiert.

***

Mittwoch, 1. September 2010

Bewusst unmündig gehalten? Das Thema „Ihre Rechte als Patient“ bei den Hessischen Gesundheitstagen ist nur bei wenigen Besuchern auf Interesse gestoßen, obwohl Arzthaftung, Arzneimittelfälschungen oder auch Datenschutz jeden mündigen Bürger interessieren sollten. Mehr…

***

Donnerstag, 2. September 2010

Verstößt geplantes Beschäftigtendatenschutzgesetz gegen EU-Recht? Beschäftigte sollen sich zukünftig erst dann an die Datenschutzbehörden wenden dürfen, wenn Sie zuvor eine Beschwerde bei ihrem Arbeitgeber erhoben haben. Nach Meinung des Whistleblower-Netzwerk e.V. verstößt die geplante Regelung gegen Artikel 28 Absatz 4 der EU-Datenschutzrichtlinie 95/46. Demnach steht jedermann das Recht zu, sich bei Verdacht auf Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen direkt an unabhängige Kontrollbehörden zu wenden. Das EU-Recht sieht hier keinerlei Einschränkungen vor.  Mehr…

***

Freitag, 3. September 2010

Neuseeland stellt Verfahren gg. Google ein. Mehr…

***

Samstag, 4. September 2010

‘Der staatliche Kauf unbefugt kopierter, steuerlich erheblicher Daten ist rechtswidrig’, stellte Professor Paul Kirchhof, Direktor des Instituts für Finanz- und Steuerrecht (Universität Heidelberg), Bundesverfassungsrichter a. D. und ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft, in seinem Vortrag vor dem Wirtschaftsbeirat Bayern fest. Mehr…


Autor:
Eckehard Kraska

Telefon: 089-5130 3920
E-Mail-Kontaktformular
E-Mail: email@iitr.de


Information bei neuen Entwicklungen im Datenschutz

Tragen Sie sich einfach in unseren Newsletter ein und wir informieren Sie über aktuelle Entwicklungen im Datenschutzrecht.


by Sebastian Kraska at September 04, 2010 09:08 PM

FeFe

Wo kommt eigentlich die Idee her, dass sich die Ausländer ...

Wo kommt eigentlich die Idee her, dass sich die Ausländer alle viele Kinder zeugen, um an unser Kindergeld ranzukommen? Wieso guckt da keiner mal nach, wieviel Kindergeld man eigentlich kriegt, und was das Großziehen eines Kindes so kostet? Und zieht das mal voneinander ab, um den Profit auszurechnen? Überlegt euch das doch mal! Die Zahlen gibt es hier. Zwei Sachen fallen auf: 1. wird Kindergeld bei Hartz IV als Einkommen verrechnet, und 2. kriegt man mehr, wenn man mehr Kinder hat.

Das war Absicht.

Damit die kinderlosen Deutschen nicht aussterben und mehr Kinder kriegen.

Nun sagen wir mal, jemand hat vier Kinder, und kriegt pro Monat 773 Euro Kindergeld. Das sind pro Tag 25 Euro. Und davon soll man Essen, Miete (die Differenz wegen größerer Wohnung), Kleidung und Schulsachen zahlen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber meine Fantasie reicht nicht, um da auf einen Profit zu kommen.

September 04, 2010 09:06 PM

Toni Blair wurde bei einer Buch-PR-Lesung mit Eiern, ...

Toni Blair wurde bei einer Buch-PR-Lesung mit Eiern, Flaschen und Schuhen beworfen. Ich finde das ja großartig, dass Schuhe jetzt zum Standard-Repertoire gehören.

September 04, 2010 08:35 PM

Oh Graus! Das Landgericht Hamburg hat Youtube als ...

Oh Graus! Das Landgericht Hamburg hat Youtube als Trollwiese entdeckt.

Das Landgericht ging laut einer Mitteilung der Hamburger Justizbehörden davon auch, dass sich YouTube die von den Nutzern ihrer Plattform hochgeladenen Inhalte zu Eigen gemacht hat. Daraus folgten "erhöhte Prüfpflichten" im Hinblick auf die Inhalte der Videos, denen die Google-Tochter nach Auffassung der den Fall behandelnden Kammer nicht nachgekommen ist.
Das klingt ja verdächtig nach der bei den Forenhaftungs-Klagen zur Schau gestellten Weltanschauung des LG Hamburg. Na super. Grasen die jetzt alle möglichen "zu Eigen machen" Anwendungsmöglichkeiten der Reihe nach ab, bis im Internet kein Stein mehr steht? Das kann ja nicht mehr lange dauern, bis sie Abgeordnetenwatch zumachen oder den E-Petitions-Server des Bundestags zumachen.

Hoffentlich hat Google mitgekriegt, dass Karlsruhe die ganzen LG-Hamburg-Entscheidungen jeweils wieder gekippt hat, wenn jemand Revision eingereicht hat.

September 04, 2010 08:06 PM

Lacher des Tages: Sarrazin über seine mögliche Entlassung:Er ...

Lacher des Tages: Sarrazin über seine mögliche Entlassung:

Er gehe davon aus, dass sich Wulff nicht ohne Anhörung einem Schnellverfahren anschließe, zumal er die Stärkung der Demokratie und des offenen Diskurses als sein Zentralthema gewählt habe.
Öh ... wie meinen? Wulffs Zentralthema ist die Stärkung der Demokratie?!? Wie kommt Sarrazin denn auf dieses dünne Brettchen?

September 04, 2010 08:06 PM

Fnord des Tages: Warum die Japaner gerade alle in die ...

Fnord des Tages: Warum die Japaner gerade alle in die Geisterbahn gehen. Japan leidet unter einer Hitzewelle und in der Geisterbahn ist es kühl.

September 04, 2010 07:35 PM

Netzpolitik

DRadio Wissen über Hacker: Robin Hood im Netz

Auf DRadio Wissen wurde heute eine Stunde lange über Hacker diskutiert. Mit im Studio waren u.a. Constanze Kurz und Erlehmann. Hier ist die MP3 und darum ging es: Robin Hood im Netz.

Seit es Computer gibt, gibt es Hacker. Computerfreaks, die in fremde Computersysteme eindringen. Manche tun dies, um auf Sicherheitsmängel hinzuweisen, andere, um Schaden anzurichten. Manche sehen sich auch als eine Art Widerstandskämpfer.

In der öffentlichen Wahrnehmung galten Hacker lange Jahre als nachtaktive Nerds, die illegal in Computersysteme von Banken oder Ministerien eindrangen. Mittlerweile aber ist der Hacker zum Popstar der digitalen Kultur geworden. Hacken ist in. Junge Programmierer modifizieren Videospiele und Mitglieder des Chaos Computer Clubs beraten das Bundesverfassungsgericht.

Der aus den 1950er Jahren stammende Begriff hat zwischenzeitlich eine mehrfache Wandlung erfahren. Anfangs waren Hacker Funkamateure, die ihre Geräte modifizierten. Ihnen folgten Mitarbeiter des MIT in Massachusetts, die den Begriff des Hackens übernahmen, um Computerprogramme oder – bauteile experimentell weiterzuentwickeln. Mit der Verbreitung des Personal Computers tauchten dann immer neue Variationen des Hackers auf.

Was ist ein Hacker?

Es geht um die Optimierung von Hardware, das Modifizieren von Telefonanschlüssen, die subversive Beschäftigung mit Software oder das illegale Eindringen in weltweite Computersysteme. Mittlerweile aber wird der ehemals ominöse Hacker zu einem wichtigen Experten und Berater in einer zunehmend von Technologie dominierten Welt.

Hacken scheint zur Kulturtechnik zu werden. Im Essener Museum Folkwang läuft derzeit eine Ausstellung zum Thema: Ausgewählte Künstler hacken das System Stadt und modifizieren den öffentlichen Raum. Auch im Kontext zahlreicher Wissenschaften treten Hacker auf. Im neuen Feld der synthetischen Biologie etwa konkurrieren plötzlich akademische Forscher mit Biohackern um Wissen und Methoden.

Bleibt die Frage, wer und was ein Hacker heute ist? Welche Aufgaben kann und sollte er wahrnehmen? Und wie wird sich das Hacken künftig verändern? Gibt es so etwas wie ein gemansames “Hackerethos”? Und werden Schulkinder künftig in Hacking unterrichtet werden?

Über das Hacken als Form der Selbstverteidigung im digitalen Zeitalter diskutieren:

* Dr. Sabine Maria Schmidt, Kuratorin im Museum Folkwang in Essen, wo zurzeit die Ausstellung Hacking the City zu sehen ist.
* Constanze Kurz, Informatikerin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs
* Nils Dagsson Moskopp, Hacker. Im Internet auch unter dem Namen “erlehmann” unterwegs, wo er den Blog Die Welt ist gar nicht so betreibt.

by markus at September 04, 2010 12:30 PM

FeFe

Mjöllnir-Cosplay in Mexiko (DO NOT TRY THIS AT HOME, ...

Mjöllnir-Cosplay in Mexiko (DO NOT TRY THIS AT HOME, KIDS)

September 04, 2010 11:06 AM

Lacher des Tages (zu der neuen Ölplattformexplosion):The ...

Lacher des Tages (zu der neuen Ölplattformexplosion):

The fire is a setback for the oil industry, which has been arguing that drilling in the Gulf is safe and that the BP explosion was a rare event. It came only 24 hours after companies including Mariner had staged a rally in Houston against a moratorium on deepwater drilling in the Gulf. About 5,000 employees had been bussed in for the rally.
Mwahahahahaha

September 04, 2010 10:36 AM

Wie kommt das eigentlich, dass Blackwater so viele ...

Wie kommt das eigentlich, dass Blackwater so viele Verträge abgreifen konnte? Die haben ein Gestrüpp aus über 30 Briefkastenfirmen dafür aufgebaut.

September 04, 2010 10:36 AM

Der Mossad rekrutiert wohl gerade in den USA Araber, ...

Der Mossad rekrutiert wohl gerade in den USA Araber, indem sie sich als CIA ausgeben. Die Amis sind nur eingeschränkt begeistert.

Die CIA hat neulich ne Umfrage gemacht, welche befreundeten Geheimdienste sich am freundschaftlichsten verhalten.

“Israel came in dead last,” a recently retired CIA official told me the other day.

Not only that, he added, throwing up his hands and rising from his chair, “the Israelis are number three, with China number one and Russia number two,” in terms of how aggressive they are in their operations on U.S. soil.

Überraschung!

September 04, 2010 10:36 AM

Kurzes Update zu Alternativlos: da gibt es jetzt ein ...

Kurzes Update zu Alternativlos: da gibt es jetzt ein favicon, die Javascript-Weiche ist draußen, und ich habe mal die Webfont "Vollkorn" eingebaut. Die gibt es auch bei Google zum Einbinden, aber ich habe die lieber lokal eingebuden, Datenschutz und so. Ich bin ein Fan von Minuskelziffern. Ein cleverer Leser hatte auch einen Vorschlag, wie man das Audio-Tag so per Stylesheet um einen Leerraum darüber erweitert, dass unter Firefox mit der Maus der Lautstärkeregler funktioniert.

Wir haben viel Feedback gekriegt, dass ihr mit dem Audio nicht einverstanden wart von Folge 3. Der Hall war nervig, das sehen wir ein. Zu unserer Verteidigung sei gesagt, dass die Folge mit Kopfhörern deutlich besser verständlich ist als mit Lautsprechern. Wir geloben Besserung.

September 04, 2010 12:36 AM

September 03, 2010

FeFe

Jetzt hat auch Portugal seinen Pädophilenring mit ...

Jetzt hat auch Portugal seinen Pädophilenring mit lauter Mitgliedern aus der Elite des Landes.

One of Portugal's most famous television presenters and a former ambassador were among six men found guilty today of involvement with a paedophile prostitution ring that exploited children from state-run orphanages.

[...]

Members of Portugal's media, civil service and professional elite were alleged to be regular abusers of the boys, some younger than 14. Even well-known politicians were involved, it was initially rumoured. A flood of accusations from boys who had passed through the Casa Pia system followed. Some 32 boys alleged at least 800 crimes

Man muß bei sowas immer vorsichtig sein. Der Fall ist aber sechs Jahre untersucht und sorgfältig vor Gericht verhandelt worden. Aus dem Status von Anschuldigungen und Ermittlungen ist der raus.

September 03, 2010 11:36 PM

Holland pullt ein Belgien und bricht die Regierungsbildung ...

Holland pullt ein Belgien und bricht die Regierungsbildung ab. In Belgien lief das so, dass sie das nach ein paar Versuchen dem König übergeben haben, und der hat dann die in den Wahlen gerade vernichtend geschlagenen Konservativen weiterregieren lassen. Die Regierung ist auch gerade wieder geplatzt. Belgien hat seit Jahren keine richtige Regierung. Zwischendurch hatten sie eine halbwegs stabile Phase unter dem blassen Herman van Rompuy, der zwar nichts weiter geschafft hat, aber immerhin eine Regierungskoalition aus fünf (!) Parteien zusammenverhandelt hat. Gerade als es aussah, dass Stabilität einkehrt, wurde der dann zum EU-Präsidenten berufen. Jetzt ist wieder Scherbenhaufen in Belgien. Wikipedia fasst es ganz gut zusammen.

Und soll ich euch was sagen? Belgien geht es nicht schlechter. Im Gegenteil. Die hatten keine großen Skandale mehr, keine Internetzensur, kein Three Strikes, nirgendwo hat sich die Lage verschlimmert (wie in allen Nachbarländern). Die hatten auch eine Wirtschaftskrise, wo ihnen ihre größte Bank geplatzt ist, aber das haben sie auch ohne Regierung überlebt. Ich glaube langsam, das belgische Modell ist das beste, was man sich wünschen kann. Mein Ideal für die nächste Wahl ist daher, dass keine Regierung zustandekommt und die sich jahrelang rumzanken und dann wenigstens nichts mehr noch schlimmer wird.

September 03, 2010 11:05 PM

In Afghanistan gibt es einen Bank Run. Money Quote:The ...

In Afghanistan gibt es einen Bank Run. Money Quote:

The stand-off came as the bank's third-biggest shareholder, Mahmoud Karzai – the elder brother of President Hamid Karzai – called for a US bailout of the stricken bank.
Ich dachte ja erst, das sei der hier, aber ist er nicht. Der CIA-Drogendealer heißt Ahmen Wali, der Banker heißt Mahmoud Karzai. Die haben ja echt alle Abteilungen der organisierten Kriminalität abgedeckt da :-)

Übrigens, wenn man dem mal hinterhergoogelt, findet man heraus, dass der vor zehn Jahren noch Restaurants in den USA betrieben hat.

Mahmoud Karzai has major interests in the country's only cement factory, its dominant bank, its most ambitious real-estate development, its only Toyota distributorship and four coal mines.
Oh und die Handelskammer leitet er auch noch. Wenn das kein goldenes Händchen ist! Wo wohl das Geld dafür hergekommen ist? Jedenfalls hat das nicht mit seiner Familie zu tun, findet er.

Hier ist Wikipedia zu Hamid Karzai, ich zitiere mal:

Karzai has six brothers, including Mahmoud Karzai and Quayum Karzai, who are both Afghan American restaurant owners in the Baltimore–Washington Metropolitan Area of the United States, as well as Ahmed Wali Karzai who is the representative for the southern Afghanistan region. Quayum is also the founder of the Afghans for a Civil Society in Maryland. Karzai has one sister, Fauzia Karzai, who is the manager of Helmand restaurant in Cambridge, Massachusetts.
Vor meinem geistigen Auge ergibt sich folgende Situation:
Hey George, Dick hier!

Du, pass mal auf. Wir marschieren doch nächsten Monat in Afghanistan ein. Wir brauchen da mal einen Präsidenten. Kennst du da jemanden? Was ist denn mit dem Restaurant, wo wir neulich waren? Der spricht wenigstens gut Englisch! Und der macht doch auch einen geschäftstüchtigen und verlässlichen Eindruck, oder? Na siehst du. Den nehmen wir!

September 03, 2010 11:05 PM

Datensicherheit

Hysterie und Hass: Bayerisches Mädchen als Welpen-Mörderin diffamiert

Wenn das Soziale Netzwerk zur Plattform für Lynchjustiz wird

[datensicherheit.de, 03.09.2010] Im Zusammenhang mit einem Video, das eine junge Frau zeigt, welches offensichtlich Welpen zum Ertränken in einen Fluss wirft, soll laut Medienberichten eine regelrechte Hetze gegen ein Mädchen aus der Region München eröffnet worden sein:
Sogar Folter- und Morddrohungen sollen auf facebook verbreitet worden sein, nachdem ihre Kontaktdaten unter das Video gepostet wurden - das Mädchen steht geweissermaßen am Digitalen Pranger. Die 18-Jährige soll inzwischen ins Ausland geflüchtet sein, derweil die Polizei im Umfeld der Schülerin nach dem Täter sucht. Das Bayerische Landeskriminalamt hat nach eigenen Angaben das Video bei YouTube löschen lassen.

Weitere Informationen zum Thema:

N24, 03.09.2010
Grausame Tierquälerei / Frau tötet wehrlose Welpen

sueddeutsche.de, 03.09.2010
Tierquäler-Video: Drohungen gegen Mädchen Weltweit am Pranger

WELT ONLINE, 03.09.2010
Internet-Kampagne / Angebliche Welpen-Mörderin erhält Morddrohungen

SPIEGEL ONLINE, 01.09.2010
Tierquäler-Video / Internetgemeinde jagt Welpen-Killerin

stern.de, 01.09.2010
Schockierendes Internetvideo: Netz fahndet nach der Welpen-Mörderin

VIENNA ONLINE, 01.09.2010

Mädchen warf quiekende Welpen in einen Fluss

FOCUS ONLINE, 31.08.2010
Internet-Video Mädchen wirft Welpen in einen Fluss

n-tv.de, 31.08.2010
Neues Video über Tierquälerei / Mädchen wirft Welpen in Fluss

 in Hysterie und Hass: Bayerisches Mädchen als Welpen-Mörderin diffamiert

by cp at September 03, 2010 08:54 PM

Berlin: Kriminelle missbrauchen Telefonnummer der Verbraucherzentrale

Ausforschung persönlicher Daten durch angebliche Serviceangebote

[datensicherheit.de, 03.09.2010] Vor einer neuen perfiden Masche Krimineller warnt jetzt die verbraucherzentrale Berlin:
Um die persönlichen Daten ihrer Opfer auszuforschen, werden derzeit zahlreiche Verbraucher in ganz Deutschland von falschen Mitarbeitern einer angeblichen „Kündigungszentrale“ der Verbraucherzentrale angerufen und bekommen Serviceleistungen angeboten - beispielsweise einen Eintrag in eine „Sperrliste“.
Besonders hinterhältig an dem Vorgehen der Betrüger sei dabei die Tatsache, dass auf dem Display die Zentralnummer der echten Berliner Verbraucherzentrale auftauche - die „030-214 85-0“.
Die verbraucherzentrale Berlin warnt eindringlich vor solchen Anrufen und hat klargestellt, dass echte Mitarbeiter nie unaufgefordert anriefen, sondern nur, wenn sie vorher Kontakt gehabt hätten oder ein Anruf ausdrücklich gewünscht werde. Niemals würden sei unaufgefordert Dienstleistungen anbieten - zudem existiere in Berlin weder eine „Kündigungszentrale“ noch eine „Sperrliste“. Erst recht würden niemals Bankverbindungen oder anderen Daten erfragt werden.
Beim geringsten Zweifel an der Identität der Anrufers sollten Verbraucher am besten sofort auflegen - auf gar keinen Fall sollten sie persönliche Daten herausgeben.

Weitere Informationen zum Thema:

verbraucherzentrale Berlin, 03.09.2010
Falsche Verbraucherschützer werden immer dreister: Betrüger manipulieren Rufnummernanzeige

 in Berlin: Kriminelle missbrauchen Telefonnummer der Verbraucherzentrale

by cp at September 03, 2010 08:37 PM

FeFe

Kurze Durchsage von BP: Wenn ihr uns nicht mehr Offshore-Ölförderungen ...

Kurze Durchsage von BP: Wenn ihr uns nicht mehr Offshore-Ölförderungen erlaubt, dann zahlen wir nicht mehr in den Oil Spill Reparatur-Fonds ein.

Von der Ölindustrie sind wir ja schon einiges gewohnt, aber das ist selbst für deren Verhältnisse auffallend abstoßend.

September 03, 2010 07:05 PM

Der Hisbollah ist anscheinend ein geheimes Waffenlager ...

Der Hisbollah ist anscheinend ein geheimes Waffenlager im Libanon um die Ohren geflogen.

September 03, 2010 07:05 PM

Netzpolitik

Eric Schmidt: “Don’t Be Evil?” video – Final Version

Lustiges Video von ConsumerWatchdog zu den aktuellen Äußerungen von Google-CEO Eric Schmidt: Our new “Don’t Be Evil?” video – Final Version.

(Danke an Kirsten)

by markus at September 03, 2010 05:01 PM

Internet-Law

Online-Durchsuchung in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz will eine präventive Onlinedurchsuchung (und weitere Maßnahmen der TK-Überwachung) von Computern einführen. Der aktuelle Gesetzesentwurf vom 18.08.2010 sschafft hierfür mit § 31 c des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes die Rechtsgrundlage für die sog. Datenerhebung durch den Einsatz technischer Mittel in informationstechnischen Systemen. Die Vorschrift des § 31c Abs. 1 lautet:

Die Polizei kann ohne Wissen des Betroffenen mit technischen Mitteln in vom Betroffenen genutzte informationstechnische Systeme eingreifen und aus ihnen Daten erheben zur Abwehr einer Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person oder für solche Güter der Allgemeinheit, deren Bedrohung die Grundlagen oder den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz der Menschen berührt, über
1.  die nach den §§ 4 und 5 Verantwortlichen und unter den Voraussetzungen des § 7 über die dort genannten Personen oder
2.  Personen, bei denen bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie für die nach den §§ 4 und 5 Verantwortlichen bestimmte oder von ihnen herrührende Mitteilungen entgegennehmen oder weitergeben.

Die Maßnahme ist nur zulässig, soweit die Aufgabenerfüllung nach Satz 1 auf andere Weise nicht möglich erscheint oder wesentlich erschwert wäre und die Voraussetzungen des § 39 a Abs. 3 vorliegen. Die Maßnahme darf auch durchgeführt werden, wenn Dritte unvermeidbar betroffen werden.

Die Vorschrift versucht die Einschränkungen, die das Bundesverfassungsgericht speziell für Online-Durchsuchungen gemacht hat, umzusetzen. Insbesondere ist eine eigene Vorschrift geschaffen worden (§ 39a), die sicherstellen soll, dass wie vom BVerfG gefordert, der Schutz des Kernbereichs privater Lebensführung gewährleistet bleibt. Auch eine richterliche Anordnung durch das Oberverwaltungsgericht ist erforderlich.

Auch wenn man bei derartigen Regelungen immer ein mulmiges Gefühl hat, ist dieses Gesetz zumindest mit deutlichen Hürden versehen, die es ausschließen dürften, dass die Online-Durchsuchung zu einem gängigen Instrument der Ermittlung wird.

by Stadler at September 03, 2010 04:27 PM

Netzpolitik

Plagiat: Houellebecq macht die Hegemann

Ja, ich bin ein bisschen stolz auf die Überschrift.* So stolz, wie man es freitags kurz nach sechs halt sein kann. Worum es geht? Michel Houellebecq, ein nicht ganz unbekannter französischer Schriftsteller (“Elementarteilchen“) soll abgeschrieben haben. Und zwar aus der Wikipedia. Das zumindest berichtet Slate.fr und liefert 3 Belege aus seinem Mittwoch erscheinenden Buch “La carte et le territoire:

Michel Houellebecq a toujours aimé truffer ses romans de longues descriptions encyclopédiques de personnalités, de lieux ou de concepts scientifiques. Son dernier roman, l’excellent La carte et le territoire, à paraître mercredi 8 septembre, n’y coupe pas et l’écrivain se lance dans de fastidieuses digressions sur la mouche domestique ou la ville de Beauvais. Ça ressemble tellement à du Wikipedia qu’on a voulu faire le test. Et surprise, au moins 3 passages du dernier Houellebecq sont empruntés à l’encyclopédie en ligne.

Nun ist es bekanntlich nicht verboten, sich aus der Wikipedia zu bedienen. Nur sollte man entsprechende Übernahmen bitte auch kennzeichnen. Das scheint Houellebecq irgendwie vergessen zu haben.

(via Tim Bartel)

*Auch bei Houellebecq ist wieder von Collage, Stil und Arbeitsweise die Rede.

by Jörg-Olaf Schäfers at September 03, 2010 04:11 PM

Datensicherheit

Bundesverfassungsgericht: Bild- und Videoaufnahmen im Straßenverkehr zur Beweisaufnahme in begründeten Fällen rechtens

Maßnahmen, die ausschließlich auf verdächtige Fahrzeugführer zielen, sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden

[datensicherheit.de, 03.09.2010] Die Strafprozessordnung (StPO) lässt Bild- und Videoaufnahmen ohne Wissen des Betroffenen zu, wenn die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise weniger erfolgsversprechend oder erschwert wäre, so das Bundesverfassungsgericht. Dieses sieht daher keine verfassungsrechtliche Beanstandung, dass Gerichte die Vorschrift des § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO als Rechtsgrundlage für die Anfertigung von Videoaufnahmen zum Beweis von Verkehrsverstößen heranziehen:
Der Zweck der Verkehrsüberwachung rechtfertige die Beschränkung der grundrechtlichen Freiheiten, stelle doch die Aufrechterhaltung der Sicherheit des Straßenverkehrs ein schutzwürdiges Rechtsgut mit erheblichem Gewicht dar.
Im konkreten Fall war der Beschwerdeführer von einem Amtsgericht wegen fahrlässiger Unterschreitung des erforderlichen Sicherheitsabstandes im Straßenverkehr zu einer Geldbuße verurteilt worden. Als Beweise wurden das Ergebnis einer Abstandsmessung mittels einer geeichten Anlage sowie dabei angefertigte Videoaufnahmen gewertet. Nachdem das Oberlandesgericht eine Rechtsbeschwerde als unbegründet verworfen hatte, hat nun die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts die hiergegen erhobene Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen - sie habe keine grundsätzliche Bedeutung. Auch sei der Beschwerdeführer weder in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletzt noch sei gegen das Willkürverbot verstoßen worden.

Weitere Informationen zum Thema:

BUNDESVERFASSUNGSGERICHT, 03.09.2010
Verfassungsbeschwerde gegen Anfertigung von Videoaufnahmen zum Beweis von Verkehrsverstößen erfolglos

SPIEGEL ONLINE, 03.09.2010
Bundesverfassungsgericht / Video-Verkehrskontrollen bei konkretem Verdacht erlaubt

 in Bundesverfassungsgericht: Bild- und Videoaufnahmen im Straßenverkehr zur Beweisaufnahme in begründeten Fällen rechtens

by dp at September 03, 2010 03:52 PM

Netzpolitik

Deutsche Telekom erklärt Netzneutralität

Das Blog schonleben.de hat ein (wahrscheinlich internes) Argumentationspapier der Deutschen Telekom veröffentlicht (PDF), wo diese (vermutlich an ihre Mitarbeiter gerichtet) ihre Linie in Sachen Netzneutralität erklärt. Auf den ersten Blick steht da erstmal nichts Neues drin, aber zwischen den Zeilen findet man doch das einige interessante Sachen.
Da haben wir z.B. dies:

Reserviert die Telekom die beste Qualitätsklasse für sich?

Wenn unterschiedliche Qualitätsklassen im Netz eingeführt werden, werden wir diese der Internetwirtschaft diskriminierungsfrei zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden wir den Kunden Netzmanagementmaßnahmen transparent kommunizieren.

Klingt erstmal gut, oder? Hier ist die Übersetzung für Euch: Natürlich kann die Internetwirtschaft diskriminierungsfrei diese Qualitätsklassen nutzen, aber dafür muss man dann bezahlen. Apropos “Netzwerkmanagementmaßnahmen transparent kommunizieren”: Warum wird das eigentlich heute nicht bereits gemacht?

Und warum sollen nicht alle Daten gleichbehandelt werden? Darauf kommt Ihr nie: Die Lösung ist die “Echtzeitanwendung Online-Handel” (Da fällt dann wohl alles drunter, oder?):

Für die meisten Nutzer spielt es keine Rolle, ob eine E-Mail ein paar Sekunden später ankommt. Beim Ansehen eines Videos sind Verzögerungen im besten Falle nur störend. Bei Echtzeitanwendungen wie Online-Handel, Videokonferenzen oder gar Telemedizin kann eine zu langsame Datenübertragung dagegen gravierende Folgen haben.

Aber keine Panik! Das wird noch besser:

Deshalb ist eine intelligente Steuerung des Internetverkehrs nötig. Dabei geht es nicht um Zensur oder die Frage, ob bestimmte Daten überhaupt transportiert werden. Es geht lediglich darum, welche Qualität beim Transport garantiert wird. Die Telekom wird den Zugriff auf Inhalte nicht beschränken und konkurrierende Dienste nicht blockieren.

Das mit Skype im Mobilfunknetz von T-Mobil ist sicher nur ein temporäres Unglück, die Telekom würde doch nie “konkurrierende Dienste” blockieren.

Spannend auch die Antwort auf die Frage, ob man jetzt auch von Anbietern Geld für das Weitertransportieren von Daten durch die Telekom-Netz haben will:

Will die Telekom doppelt abkassieren?

Bisher ist es so, dass die Infrastrukturanbieter die hohen Investitionen in den Netzausbau alleine schultern müssen und die Internetwirtschaft davon profitiert. Der weitere Netzausbau ist aber extrem teuer: Experten rechnen für ein flächendeckendes Glasfasernetz mit Kosten von mindestens 50 Milliarden Euro. Gleichzeitig sind im Wettbewerb um die Endkunden die Anschlusspreise gesunken, so dass es schwieriger wird, den weiteren Ausbau alleine darüber zu finanzieren. Deshalb ist es Teil der Strategie der Telekom, neue internetbasierte Dienste anzubieten. Dazu gehören unter anderem auch Qualitätsklassen für besonders empfindliche Dienste. So tragen diejenigen Nutzer einen größeren Teil der Kosten, die besonders stark vom Netzausbau profitieren.

Übersetzung: Unsere neuen teuren Services will keiner haben, also müssen wir irgendwo anders her Kohle organisieren.

Vollkommen klar ist auch die Antwort auf diese Frage, wir fragen uns aber, warum man die Antwort nicht klar dahin schreibt:

Führt die Telekom Verhandlungen mit Google?

Die Telekom führt keine exklusiven Verhandlungen mit einzelnen Internetunternehmen. Es gibt derzeit aber zahlreiche Gespräche mit Telekommunikations- und Internetunternehmen über zukünftige Geschäftspartnerschaften, eventuelle Vorprodukte der Telekom und die Weiterentwicklung des Internets.

Die Antwort ist: Ja.

(Danke an Jan)

by markus at September 03, 2010 03:47 PM

Datenschutz.de

ACTA: Unterzeichnung noch im September?

03.09.2010 - Das Anti-Piraterie-Abkommen Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) soll anscheinend noch in diesem Monat beschlossen werden, wie Netzpolitik.org berichtet. Die von Geheimniskrämerei umgebenden [...]

September 03, 2010 03:35 PM

EGMR: GPS-Überwachung in Deutschland rechtens

03.09.2010 - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die GPS-Überwachung im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren in Deutschland für rechtens erklärt, wie heise online [...]

September 03, 2010 03:35 PM

Netzpolitik

Mitmachen: Onlinedurchsuchung beim BKA

Das data:recollective, das u.a. die Kampagne “Reclaim your data from European Police Authorities” ins Leben gerufen hat, ruft für kommenden Donnerstag alle dazu auf, beim Bundeskriminalamt eine “Online-Durchsuchung” durchzuführen:

Rund um die „Freiheit statt Angst“-Demonstration am 11. September 2010 laden wir dazu ein, Analyse, Protest und Widerstand gegen die Zunahme von Überwachung und Kontrolle auch auf den virtuellen Raum auszudehnen. Am Donnerstag den 9. September wollen wir die Webseiten des Bundeskriminalamts (BKA) besuchen, um uns dort mit einer Schnitzeljagd über deren Verständnis von Freiheit und Bürgerrechten zu informieren. (…)

Auf www.bka.de wollen wir uns umsehen, was das BKA unter „Sicherheit“ versteht und welche Konsequenzen für weltweite Freiheits- und Bürgerrechte daraus absehbar sind. In den Tagen vor der Durchsuchung werden wir auf unserer Webseite datarecollective.net die Ermittlungsziele bekannt geben. Es ist dabei nicht nötig, in den geschützten Bereich des BKA einzudringen; ein einfacher Browser ist alles, was es zur Teilnahme braucht.

Die Begründung dort ist recht lang, enthält aber viele interessante Informationen über die Rolle des BKA im immer weiter wuchernden Dickicht der internationalen und europaweiten Überwachungsapparate.

by Ralf Bendrath at September 03, 2010 03:13 PM


Powered by Planet!
Zuletzt gesammelt: September 06, 2010 05:35 PM
Diesen Planeten als: RSS-1 / RSS-2 / Atom / OPML / foafroll

Subscriptions

AK Vorrat AK-Vorrat-Nord Annalist ArschHoch Beck Blog Bendrath Bits of Freedom CCC DBA-Online Dampfmaschine Datenschutz ist Buergerrecht Datenschutz.de Datensicherheit Datenspeicherung Delicious/tag/owl-content Die Zeit FIfF FeFe FoeBud GPF Internet-Law Leipziger-Kamera Markus-Pachali Mitternachtshacking NDS-VG Netzpolitik ODEM Panoptikos Piraten-DE RA-Blog Scusiblog Spitzelblog Surveillance Studies Telemedicus ValiDOM ZAF indymedia-Netactivism